Bergsteigerinnen in Afghanistan


WIESBADEN - (red). Afghanistan ist für Frauen eines der gefährlichsten Länder der Erde. Mädchen müssen beim Schulbesuch um ihr Leben fürchten, die Taliban ermorden bevorzugt Polizistinnen und Sportlerinnen. Die Journalistin und Filmemacherin Theresa Breuer und ihre amerikanische Kollegin Martina Kielpinski planen unter dem Titel „Ascend“ (Aufstieg) ein spektakuläres Projekt, mit dem sie Frauen – nicht nur in Afghanistan – Mut machen wollen.

Hinter dem Titel „Ascend“ verbirgt sich Afghanistans erstes weibliches Bergsteigerteam. 24 Frauen zwischen 15 und 24 Jahren wollen zeigen, dass Afghanistan nicht nur aus Krieg besteht, dass Frauen nicht hilflos sind und dass sie Männerdomänen durchbrechen können. Seit zwei Jahren trainieren sie, um den Noshaq-Gipfel zu erklimmen, den mit 7492 Metern höchsten Berg Afghanistans. Die jungen Frauen kommen aus unterschiedlichen Verhältnissen: Manche stammen aus wohlhabenden Familien und studieren an der Universität in Kabul. Andere sind vor Kinderehen oder gewalttätigen Ehemännern geflohen und haben nie eine Schule besucht. Theresa Breuer ist eine international erfahrene Journalistin. Sie berichtet für die Magazine Stern, Der Spiegel, die Zeitungen und Zeitschriften Die Zeit, Neon, Vice und das Wall Street Journal sowie den Fernsehsender Al Jazeera America aus dem Nahen und Mittleren Osten. Studiert hat sie Politikwissenschaften und Journalismus in Berlin und München.

Suche nach Sponsoren und Förderern

Damit das ehrgeizige Projekt finanziert werden und mit einem Film dokumentiert werden kann, suchen Kielpinski und Breuer noch Sponsoren und Förderer. Breuer zeigt erste Aufnahmen von den Vorbereitungen und berichtet über die Lebensumstände der jungen Athletinnen. Moderiert wird der Abend von Stefan Schröder, Chefredakteur Wiesbadener Kurier/Wiesbadener Tagblatt.

PROJEKT „ASCEND“

Am Dienstag, 30. Januar, erzählt die Journalistin Theresa Breuer ab 19.30 Uhr im Presseclub in der Wiesbadener Villa Clementine, Frankfurter Straße/Ecke Wilhelmstraße, von ihrem Vorhaben. 

Wiesbadener Kurier, 26.01.2018
 

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